ELL AWAITS

... 07. & 08. Juni 2019 in Ellerdorf !!!

Von wegen lisbethAls „aufstrebende Berliner Indie-Band“ werden sie gern von der Presse betitelt. Das kann so nicht ganz korrekt sein, schließlich müssten sie dazu möglichst aus Großbritannien, Australien oder wenigstens Mühlheim an der Ruhr nach Berlin gezogen sein, um nach drei Monaten Berghain auf Labelkosten zwar völlig unzurechnungsfähig, dafür aber „total angekommen“ zu sein in dieser „totally inspirierenden“ Stadt. Die fünf Jungs von Von Wegen Lisbeth sind glücklicherweise ungewöhnlich anders. Kein Andreas Bourani. Kein Becks Ice. Kein Döner außerhalb von Berlin. Eher so Bärwaldpark.

Von Wegen Lisbeth selbst bezeichnen ihre Musik als Indie-Pop. Größtenteils wohl, weil sich dahinter alles verbergen kann. Wie soll man deutschsprachige Musik denn auch nennen, zu der neben der klassischen Gitarre-Schlagzeug-Bass-Instrumentierung auch ein Regenbogenachttästler (buntes Metallophon, empfohlen ab drei Jahren), ein japanisches Omnichord (elektrische Harfe, Wert 2,50€) oder eine Steeldrum (vergleiche: chinesische Wokpfanne) gehört? Dazu die feinsinnigen Texte von Sänger Matze, stets irgendwas zwischen bitterer Ironie, Großstadtmelancholie und brutaler Punchline. Außerdem immer entlarvend pointiert - und natürlich immer über Mädchen.

In den frühen Nullerjahren gründete sich die Band um ihre Mitglieder Matze (Gitarre/Gesang), Doz (Gitarre), Julian (Bass), Robert (Synthie) und Julian (Schlagzeug). Damals spielten sie noch Punk. Später fanden sie heraus, dass die Mädchen zu Ska lieber (und nackter) tanzten, sattelten anschließend auf Game-Boy-8-Bit-Musik um, bevor sie sich schließlich auflösten (weil man das halt so macht, siehe auch: Bar-25-Closing-Party), um nun die deutsche Musikszene aufzumischen.

Nachdem Von Wegen Lisbeth in ihrer Heimatstadt jeden noch so dreckigen Club bespielt hatten, wollten sie raus in die große, weite Welt. Ähnlich wie Frodo Beutlin, der plötzlich Besuch von Gandalf bekommt, fanden die Jungs es zwar im heimischen Berlin ganz gemütlich, ließen sich aber schließlich von AnnenMayKantereit dazu überreden, als Support mit den Kölnern quer durch die Republik, Österreich und die Schweiz zu touren. Neben einigen unvergesslichen Konzerten, von denen die meisten jedoch dank Freigetränken letztendlich doch vergessen wurden, erspielte sich die Band eine beträchtliche Fangemeinde. So ging es nach zahlreichen Festivals schließlich im Herbst 2015 auf die erste eigene Tour, 2016 folgt unter anderem eine Support-Tour für die Deutsch-Rock-Legenden von Element Of Crime sowie das Albumdebüt „GRANDE“.

Man könnte fast meinen: Schade, dass mein einstiger Geheimtipp jetzt angeblich die nächste große Indie-Hoffnung ist. Alles größer. Alles professioneller. Alles fremdbestimmt. Von Wegen Lisbeth wollten sich aber noch nie sagen lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben. So produzieren die fünf ihre Videos am liebsten immer noch selbst und schaffen dabei ganz ohne Retro-Filter und Street-Art-Ruinen-Hintergrund kleine Kunstwerke. Das Bühnenbild wird trotz eines Major-Label-Vertrags selbst zusammen gezimmert, die T-Shirts selbst designed und gesiebdruckt. Alles beim Alten also. Immer noch handgemachte Musik. Und definitiv immer tanzbar.

Von Wegen Lisbeth wird 2016 definitiv GRANDE!

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ExpandDie Geschichte dieses druckvoll daherkommenden Trios liest sich wie das Storyboard zu einem echten Blockbuster. Der Stoff zumindest hat es in sich.
Formiert hat sich die Band im Jahre 1991 im niedersächsischen Ort Bremervörde. Mit Vier-Akkorde-Punkrock ließen sich damals schnell erste Songs zu einem Demo zusammentragen. Der Song „Megabyte“ schaffte es seinerzeit bereits weit vor dem Internet-Zeitalter zu einem ersten lokalen Hit. Erste Auftritte in kleinen Clubs im Elbe-Weser Raum waren schnell ausverkauft. Mit ihrem Sound und dem dynamischen Zusammenspiel schaffte es EXPAND in die Gazetten des Umlandes und erweiterte schnell ihre Fangemeinde.
Getrieben vom festen Willen ihren Sound weiterzuentwickeln, produzierte die Band 1993 ihr zweites Demo mit dem Titel „Vicious Circle“. Auf einem analogen 8-Spur-Rekorder stehen die Titel einzeln für sich und manifestieren den kreativen Quantensprung, den die junge Formation in kurzer Zeit vollbracht hat. Mit diesem Demo schaffte es das Powertrio auf die Bühnen über die Grenzen der Heimat hinaus. Fortan standen Städte wie Bremen, Hamburg und Mainz auf dem Tourplan.
Nach den „L.S.D-Sessions“ (1994) folge schließlich 1998 das erste 4-Track-Album “Testphase“. Die Gassenhauer „Into Nothing“, „I Ain’t“ und der Titelsong gehören noch heute zum Liveprogramm.
Mit zahlreichen Liveauftritten auf Festivals etablierte sich EXPAND ab Mitte der 90er Jahre als ein fester Bestandteil der lokalen Musikszene. Mit dem Einbau von Stilelementen aus dem Metalbereich gewann man neue Fans und supportete Bands wie ANCIENT CURSE oder SADISTIC FEAST.
2007 meldete sich EXPAND nach einer selbstverordneten Kreativpause mit neuem Mann am Viersaiter zurück. Mit neuem Songmaterial ging die Band konsequent ihren Weg weiter und verfeinerte sowohl Sound als auch Songwriting. Man besann sich auf die eigentlichen musikalischen Vorlieben und verband Metal, Stoner, Grunge und auch Post-Rock-Einflüsse zum heutigen Stil: CASPIAN meets PRONG, KYUSS meets DANKO JONES and PINK FLOYD meets NIRVANA! In einem Interview mit einem Lächeln als „Post-Grunge-Stoner“ bezeichnet, leben EXPAND diesen Sound nun endgültig aus.

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SalamandaSalamanda sind musikalisch betörend, exzessiv tight, psychedelisch intelligent, bezaubernd wild, abnormal sexy, faszinierend jung, unbezahlbar sehenswert und - wenn das gute eine Chance hat - am Anfang einer legendären Karriere.

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Mosquito Jack…an einem heißen Sommertag parke ich meinen alten 76´er vor einem alten Gebäude. Als ich aussteige, dröhnt mir sogleich der brachiale Bass einer deutlich lauten Rockband entgegen. Ich werde Mosquito Jack in ihrem Proberaum besuchen. „MotoRocK“, wurde mir zugetragen.
Es öffnet mir Jack, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Songschreiber der Band, persönlich die stählerne Tür. Die Atmosphäre ist düster, die Luft verraucht, stickig, heiß. Eine einsame Glühlampe muss den dunklen Raum mit Licht versorgen. Die einzige Begrüßung bereitet mir das respekteinflößende Rauschen der Verstärker.
Weder Drummer Timo, Bassist Marciño noch Jack Dust selbst geben sich sonderlich redselig. Letzterer raucht hastig seine Zigarette auf, bevor die Gruppe zum Angriff bläst. Mit Schrecken bemerke ich, dass Ohrenstöpsel hier trotz des unmenschlichen Lärmpegels aus der Mode sind.
Mosquito Jack suhlen sich in ihrem Dreck und fühlen sich sichtlich wohl dabei. Ein fetter Gitarrensound, der seine Wurzeln klar im Stoner-Rock hat. Ein Schlagzeug im Up-Tempo, das Breaks und Beckenschläge nicht scheut. Unten herum ein geradliniger Bass: Das sind Mosquito Jack.
Beim verstohlenen Blick auf die Textblätter entgeht mir nicht, dass Jack auch lyrisch ein Mann weniger Worte ist. Das passt zur Musik, denn das Konzept der Jacks fußt eindeutig auf simplem Riffing – Hymnencharakter nicht ausgeschlossen! Simple Songstrukturen und rohe Energie sind die Markenzeichen.
Timo steuert hinter den Kesseln seinen bösartigen Teil zur Vokalakrobatik bei, während Jack an Gitarre und Mikro mächtig aufs Gas drückt, ohne jemals seine Coolness zu verlieren. Auch Marciño geht ziemlich energisch zu Werke – ein überzeugendes Paket.
Und das war nur eine Probe! Nach zwei Stunden verlasse ich die Jacks. Um ein Erlebnis, eine CD und amtlich Ohrensausen reicher, steige ich in mein Auto und entschließe mich, im Auto den Staub aus meinen Boxen zu blasen.

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Mørder

Tod und Verderben

Beeinflusst von vielen Bands aus Punk, Crust und Hardcore drehen Mørder ihren eigenen Strick und kombinieren derbes Geknüppel mit düsterer Melodie.

Das erste Album kommt dieses Jahr auf Tape und Vinyl.

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